Innovative Verfahren

Schleimhautchirurgie:

Anatomische Besonderheiten, Zahnlücken oder kieferorthopädische Massnahmen können zu Zahn- oder Implantatverlust führen.  In den meisten Fällen können wir das verhindern, bevor hier Probleme oder Entzündungen auftreten. So ist das (Wieder-)herstellen einer ausreichend breiten Zahnfleischmanschette („angewachsene Schleimhaut“) um Implantate oder Zähne essentiell für deren Langlebigkeit. Zudem kann man eigene Schleimhaut nutzen, um die Durchblutung zu verbessern und ästhetische Korrekturen vorzunehmen.  Biologisch und langlebig. Auf Fremdmaterial verzichten wir weitgehend. Eine Besonderheit sind hier die Rezessionsdeckungen, also das Bedecken freier Wurzeln der Zähne. Freiliegende Wurzeln entstehen z.B. durch zu starkes Putzen, Knirschen oder auch Kieferorthopädie.
 
 

Plateled Rich Fibrin, PRF: 

Wir nutzen ein aus der Orthopädie bekanntes Verfahren zur Heilungsverbesserung aus dem Patientenblut. Dazu entnehmen wir eine geringe Menge Venenblut und konzentrieren die Wachstumsfaktoren. Diese geben wir in das OP Gebiet im Mund zurück. Dadurch wird die Wundheilung beschleunigt und Schmerzen deutlich verringert. 
 

Tissue Master Concept TMC®: 

Damit wird ein Verfahren bezeichnet, welches den zu entfernenden Zahn oder Teile davon nutzt, um die Schrumpfung des Kieferkamms nach einer Zahnentfernung zu minimieren. Dadurch werden häufig aufwändige Knochenaufbaumassnahmen vor dem Setzen von Implantaten vermieden. Zudem können tief abgebrochene Zähne vorsichtig verlängert werden, sodass diese wieder mit einer Krone versorgen kann. Auch verlorener Knochen kann mit dieser Technik wieder aufgebaut werden. 
 

Frontzahntrauma:

Besonders bei jungen Menschen ein besonderes Thema. Sport-, Fahrrad- oder E-Scooterunfälle führen oft zu Schäden, mit denen man sehr lange und immer wieder einmal zu kämpfen hat. Ob das langfristig besser oder schlechter gelingt, hängt sehr von der kurzfristigen Versorgung ab. Zähne oder Zahnteile sollten auf jeden Fall mitgebracht, und wenn möglich nicht trocken gelagert werden. Ideal wäre eine isotonische Lösung wie z. B. der Dentosafe, den man in der Apotheke kaufen kann.  Diesen empfehlen wir zumindest immer in der Sporttasche oder Schulranzen dabeizuhaben. Ist dieser nicht zur Hand, tut es auch notfalls (H-) Milch.
In Abhängigkeit von der Schwere des Traumas sind weitere Behandlungen erforderlich.  Diese reichen vom Ankleben eines Zahnfragmentes, bis zur Replantation des Zahnes. Auch  TMC ( s.o.) kommt zum Einsatz. 
Im Vordergrund steht hier immer der Erhalt des Zahnes und eine ästhetische Versorgung.